Denkmalpflege

Stüveschacht

Der Stüveschacht – benannt nach dem Osnabrücker Bürgermeister Stüve – wurde 1873 nördlich von Osnabrück erbaut, um Kohle aus dem Piesberg zu fördern. In dem 1889 gebauten Wasserhaltungsgebäude befanden sich zwei Wasserhaltungsmaschinen, die das Grubenwasser aus bis zu 210 Meter Tiefe abpumpten. 1898 wurde das Kohlebergwerk stillgelegt und die Maschinen und das Dach demontiert. Das Gebäude wurde dann zwar unter Denkmalschutz gestellt, aber verfiel zunächst und war lange eine versteckte Ruine im Wald. Erst 2015 gründete sich der Förderverein Stüveschacht e.V. mit dem Ziel, das Gebäude zu erhalten. Anschließend erfolgte die Restaurierung des 18m hohen Turms in mehreren Bauabschnitten: Zunächst wurde die Standfestigkeit des Gebäudes wiederhergestellt, dann Treppen und Geländer installiert und in einem dritten Bauabschnitt ein Dach errichtet, um das Gebäude dauerhaft vor dem Verfall zu schützen. Seit 2020 ist das Industriedenkmal für die Öffentlichkeit zugänglich und Informationstafeln und Fotos informieren über den Kohleabbau im Kultur- und Landschaftspark Piesberg und die Wasserhaltungstechnik.

Die Restaurierungsmaßnahmen wurden wiederholt von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Osnabrück gefördert.

Programm

Der Stüveschacht ist am Tag des offenen Denkmals von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Es werden Führungen und Informationsmaterial angeboten sowie Kaffee und Kuchen.

Anfahrt

Stüveschacht

Lechtinger Str. 58

49090 Osnabrück

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