Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung
Museen müssen einerseits ihren klassischen Aufgaben – Sammeln, Bewahren, Forschen, Vermitteln – gerecht werden, andererseits müssen sie sich aber auch veränderten Rahmenbedingungen stellen. Vor allem wird von Museen eine stärkere Besucherorientierung und eine neue Form des Dienstleistungsverständnisses verlangt, die auch eine zeitgemäße Form der Vermittlung von Inhalten und die Kommunikation mit den Besuchern erfordert.
Der Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung zeichnet Häuser aus, bei denen die Balance zwischen historischer Rückschau und Auseinandersetzung mit der Geschichte als Herausforderung für die Gegenwart und die Zukunft praktisch umgesetzt wird. Preiswürdig sind Museen, die alle klassischen Kernaufgaben gleichwertig ernst nehmen und sowohl nach innen wie nach außen sichtbar wahrnehmen. Prämiert werden Museen, denen es gelingt, auf einer gesicherten institutionellen und finanziellen Basis mit qualifiziertem Personal ein zeitgemäßes Management erkennen zu lassen. Hierzu gehört eine breite Vernetzung und eine gute Verankerung im Kulturmarketing.
Die bisher ausgezeichneten Museen zeigen in vorbildlicher Weise die Weiterentwicklung auf, die nötig ist, um Besucher zu interessieren und sich damit einen festen Stellenwert in der Kulturlandschaft Niedersachsens zu sichern.
Der Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ist mit 45.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben. Er kann auf einen ersten und maximal zwei weitere Preisträger aufgeteilt werden. Der Geldpreis ist projekt- und zweckgebunden für das prämierte Museum zu verwenden und darf keine laufenden Haushaltsmittel ersetzen.
Bildnachweis:
Foto: Helge Krückeberg


