Museen

Strahlend schön: Barocke Silberleuchter kehrten zurück ins Celler Schloss

Zwei der wenigen noch erhaltenen Zeugnisse der kostbaren Silberausstattung des Celler Schlosses sind nach rund 300 Jahren an ihren Ursprungsort zurückgekehrt. Das Residenzmuseum in Celle erwarb im Januar 2017 ein Paar zweiarmiger Silberleuchter, sogenannte Wandblaker, aus der Werkstatt des berühmten Goldschmieds Friedrich Kettwyck aus Hamburg. Die beiden Silberleuchter sind Teil eines ursprünglich sechsteiligen Silbermobiliars, das Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg etwa 1670 in Auftrag gegeben hatte. Die übrigen vier Silberleuchter befinden sich heute im Museum of Fine Arts in Houston und Boston. Die zwei nun für das Residenzmuseum erstandenen Blaker gelangten 1705 nach dem Ende der Celler Linie nach Hannover. Dort waren noch bis zu Ernst August von Braunschweig-Lüneburg in der Silberkammer der Fürstenfamilie nachweisbar, bevor sie in den 1920er Jahren in den Kunsthandel gegeben wurden. Unterstützt wurde der Ankauf der Silberleuchter von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Celle.