Bildende Kunst Sammlungen

Sammlung Felix Nussbaum, Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück

Anfang der 1970er Jahre begann die Stadt Osnabrück Werke des deutsch-jüdischen Malers Felix Nussbaum zu erwerben, der 1904 in Osnabrück geboren und 1944 in Auschwitz ermordet wurde.

Um der Bedeutung der mehr als 150 Gemälde und Arbeiten auf Papier umfassenden Sammlung Rechnung zu tragen, plante die Stadt den Bau eines Museums für die Werke von Felix Nussbaum.

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung unterstützte die Initiative und ermöglichte 1994 durch den Ankauf eines großen Teils der Werke des Künstlers die Realisierung des von dem Architekten Daniel Libeskind entworfenen Felix-Nussbaum-Hauses. Mit seinem außergewöhnlichen architektonischen Konzept reagierte Libeskind auf die Erfahrungen von Verunsicherung und Orientierungslosigkeit, die Felix Nussbaums Bilder aus dem Exil prägen.

Heute besitzt das Felix-Nussbaum-Haus im Museumsquartier Osnabrück die weltweit größte Sammlung des Künstlers, deren Grundstock 121 Werke aus dem Besitz der Niedersächsischen Sparkassenstiftung bilden.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1998 widmet sich das Haus der Aufgabe, die Werke von Felix Nussbaum auszustellen und das Vermächtnis des Malers zu bewahren. „Wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben. Zeigt sie den Menschen.“ (Felix Nussbaum)  

Die Werke aus dem Besitz der Stiftung sind nicht nur im Felix-Nussbaum-Haus zu sehen, sondern auch in bedeutenden Ausstellungen wie „Self-Portraits in German and Austrian Art, 1900-1930“ in der Neuen Galerie in New York (2019) oder „Making Van Gogh“ (2019/2020) im Städel Museum Frankfurt.

Leihanfragen

Bitte stellen Sie Leihanfragen für Werke von Felix Nussbaum aus dem Besitz der Niedersächsischen Sparkassenstiftung mindestens sechs Monate vor Ausstellungsbeginn an den Direktor des Museumsquartier Osnabrück, und senden Sie eine Kopie Ihrer Anfrage an die Referentin für Bildende Kunst der Stiftung.