Museen Museumspreis

Museumspreis 2022 des hbs kulturfonds für Forum Gesseler Goldhort im Kreismuseum Syke

Das Forum Gesseler Goldhort wird mit den Museumspreis 2022 des hbs kulturfonds in der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ausgezeichnet.

Der Goldhort wurde 2011 in Syke-Gessel beim Bau einer Erdgaspipeline entdeckt. Der Fund aus der Bronzezeit besteht aus 117 Objekten aus Gold mit einem Gewicht von ca. 1,7 kg und lag über 3.300 Jahre in einem Beutel aus Tuch oder Fell verpackt unter einer Ackerkrume verborgen. Das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege spricht bei diesem Fund von einem der größten prähistorischen Goldhorte Mitteleuropas.

Um den Sensationsfund angemessen zu präsentieren, wurde 2018 mit dem Bau eines neuen Gebäudes auf dem Gelände des Kreismuseums Syke begonnen.

Zwischen den historischen Gebäuden hebt es sich durch seine Höhe ab und passt sich zugleich durch seine Fassade, die mit hängenden Ziegeln versehen ist, in das Museumsensemble ein.

Mit diesem mutigen Neubau, der 2020 eröffnet wurde, ist es gelungen, ein Gebäude zu errichten, das dem Fund angemessen ist und seine Bergung und Bearbeitung in vorbildlicher Weise dokumentiert. Auf hohem ästhetischen Niveau wird die Geschichte des Goldfundes bis zu seiner musealen Präsentation dokumentiert. Mit dem Mitmach-Labor ist darüber hinaus eine moderne und zeitgemäße Form der Museumspädagogik in das Haus eingezogen. Die hochwertige technische Ausstattung dieses Raumes überrascht und erlaubt den Besucherinnen und Besuchern sowohl eine aktive Teilhabe als auch die Teilnahme an Vorträgen in einem attraktiven Umfeld. Im Obergeschoss wird der Goldhort in einer Vitrine innerhalb eines goldfarbenen Kabinetts unterhalb eines zentralen Oberlichts präsentiert.

Das Forum ist ein kulturelles Highlight für Syke. Durch die Auszeichnung mit dem Museumspreis des hbs kulturfonds wird dem Standort eine zusätzliche Stärkung zuteil.

Der Museumspreis des hbs kulturfonds wird alle zwei Jahre nach Vorschlag durch eine Jury vergeben und ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert. Die Preisvergabe findet am 2. Juni 2022 statt.

 

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