Museen

Freilichtmuseum am Kiekeberg baut die 50er und 60er Jahre nach

Der blaue Fuchs-Bagger hat inzwischen hunderte Kubikmeter Erde entlang der „Königsberger Straße“ ausgegraben. Dort, wo zurzeit tiefe Löcher und mannshohe Erdhügel zu sehen sind, sollen Besucher des Freilichtmuseums am Kiekeberg bald auf eine Zeitreise gehen können – und einen umfassenden Eindruck erhalten, wie die Menschen in der Nachkriegszeit zwischen 1945 und 1980 lebten.

„Wir wollen die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg und die in den 1960er Jahren in Deutschland beginnende Zeit des Wirtschaftswunders darstellen und anhand vieler Einzelschicksale veranschaulichen, wie sich das Leben der Menschen im Landkreis Harburg dadurch veränderte“, sagte Museumdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese anlässlich einer Gremiensitzung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, die im Juni 2017 im Museum auf dem Kiekeberg stattfand.

Außer einer historischen Tankstelle mit Runddach und angeschlossener Werkstatt, wird es einen typischen Laden aus der Nachkriegszeit geben, mit Haushaltsgeräten, Mode und Lebensmitteln. Geplant sind auch der Bau eines Einzel- und Doppelhauses sowie eines sog. „Aussiedlerhofes“

Das Projekt „Königsberger Straße“ besitzt bundesweite Bedeutung: Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis in die späten 1970er Jahre in der ländlichen Region erforscht und durch den Aufbau von Häusern und einer umfassenden Ausstellung gezeigt. Gefördert wurde dieses ambitionierte Projekt u.a. von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Buxtehude und der Stiftung der Sparkasse Buxtehude.

Weitere Informationen