Denkmalpflege

Restaurierung eines Bienenhauses von 1768

Von der Straße aus betrachtet sieht die Hofanlage Nr. 11 in Groß Eilsdorf wie ein gewöhnlicher Bauernhof aus. Ein Wohnhaus, die Fassade ist aus Backstein, weiße Fensterrahmen, rote Dachziegel, dahinter einige Wirtschaftsgebäude mit schweren Landmaschinen und ein Pferdestall.

Betritt man jedoch den Hof der Anlage, sieht man einen ungewöhnlichen „Holzschuppen“. Dieser hat die Form eines Sechsecks, ist von außen mit Holzlatten bedeckt und hat ein halboffenes Ziegeldach. „Das ist unser Bienenzaun mit angrenzendem Honighaus aus dem Jahr 1768“, sagt Eigentümer Jobst von Arenstorff.

Solche Bienenzäune standen früher auf vielen Bauernhöfen. Das sind – vereinfacht gesagt – überdachte Bienenstände, Holzregale, in die Imker die aus Stroh geflochtenen Bienenkörbe vor Wind und Regen geschützt abstellen konnten.

In dem Bienenzaun der Familie von Arenstorff können insgesamt rund 60 Bienenkörbeuntergestellt werden. Berücksichtigt man, dass in guten Körben neben der Königin und den Drohnen bis zu 30.000 Arbeitsbienen (norddeutsch: Immen) lebten, ergibt sich die erstaunliche Zahl von 1,8 Millionen Bienen.

Mit der jetzt fälligen Restaurierung dieser wohl einzigartigen Anlage wird ein herausragendes Denkmal in seiner Originalfunktion gerettet. Eigentümer Jobst von Arenstorff plant, wenn möglich, mit der traditionellen Heidebiene, den Bienenzaun zu beleben. In Zukunft soll der Bienenzaun Schulklassen, Kindergärten und Besuchern zugänglich gemacht werden, um das Wissen um die traditionelle Imkerei in der Südheide zu vermitteln.