Denkmalpflege

Gesichert von "Die Oberharzer": 19-Lachter-Stollen in Wildemann

Der 19-Lachter-Stollen in Wildemann (Clausthal-Zellerfeld) ist der einzige Wasserlösungsstollen (Entwässerungsstollen) im Harz, den Besucher besichtigen können. Lachter ist ein altes Bergmannsmaß, 1 Lachter entspricht 1,92 m. Nachdem einige Besucher über Atemnot geklagt hatten, führten Sicherheitsingenieure Messungen der Sauerstoff- und Kohlemonoxyd-Werte durch. Das Ergebnis: Der Kohlenmonoxyd-Wert war deutlich zu hoch. Die Ursache war eine eingestürzte Decke im tieferliegenden 13-Lachter-Stollen. Dieser ist für die „Grundbewetterung“, d.h. die Versorgung des Bergwerkes mit frischer Luft, verantwortlich. Damit die UNESCO-Welterbestätte 19-Lachter-Stollen in Wildemann für Besucher geöffnet bleiben kann, musste das herabgefallene Gestein im 13-Lachter-Stollen zunächst beseitigt und der Stollen durch drei Stützelemente, sog. Grubenstempel aus Stahl, gesichert werden. Der Stollen ist jedoch so eng, dass die schweren Grubenstempel ausschließlich durch Muskelkraft zur Einsturzstelle transportiert werden konnten. Erschwerend kam hinzu, dass die Arbeiter dabei z.T. durch hüfttiefes Wasser waten und über Fels und Geröll steigen mussten. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und Sparkasse Goslar/Harz haben die KBG „Die Oberharzer“ mbH bei den Sanierungsarbeiten finanziell unterstützt.