Bildende Kunst

Guerilla Girls: Die Kunst sich daneben zu benehmen

Sie verbergen ihre Gesichter hinter Gorilla-Masken und treten unter den Namen verstorbener Künstlerinnen auf. Die Rede ist von den „Guerilla Girls“, einer Gruppe von Aktivistinnen, die seit mehr als 30 Jahren mit bissigen, humorvollen Plakaten auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstwelt aufmerksam machen.

Besucher können vom 26. Januar – 8. April 2018 einige dieser Protest-Plakate und Videoarbeiten aus den Jahren 1985 – 2017 in den Räumen der Kestnergesellschaft in Hannover sehen. Der Titel der Ausstellung lautet: „guerilla girls – the art of behaving badly“.

1985 hatten die Guerilla Girls erstmals die Anzahl von Kunstwerken weiblicher und männlicher Künstler in den großen New Yorker Museen und Kunstgalerien verglichen. Bis heute machen sie mit Plakataktionen auf die Diskriminierung von Frauen in der Kunstszene aufmerksam. Zwischen 1985 und 2000 haben sich fast 100 Frauen als Guerilla Girls engagiert und Plakate, Poster, Banner, Sticker, Bücher, öffentliche Aktionen, Theateraufführungen und weitere Projekte entwickelt.

Im Zuge der Ausstellung in der Kestnergesellschaft Hannover wird ein breites Vermittlungsprogramm angeboten, das sich den Themen des feministischen Diskurses und der Inklusion widmen wird.

Gefördert wird die Ausstellung von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover.