Bildende Kunst

Naturfotograf Jochen Lempert im Sprengel Museum

Jochen Lempert ist Biologe und Fotograf. Seit 25 Jahren untersucht er die Beziehung zwischen Mensch und Natur, die Kamera stets im Gepäck. Das Sprengel Museum Hannover präsentiert die Ergebnisse seiner „Fotostudie“ vom 29. November 2017 bis 18. Februar 2018 in der Ausstellung „Jochen Lempert. Honeyguides“.

Zu sehen sind Bilder von Tieren, Pflanzen, Menschen, dem Himmel und den Ozeanen. Nur wenige Aufnahmen zeigen Spuren menschlicher Zivilisation, wie Flugzeuge oder Teile von Gebäuden. Der Naturfotograf ordnet die Bilder stets in Gruppen im Raum an. Dadurch entstehen erstaunliche Zusammenhänge, die der Betrachter im Alltag höchstwahrscheinlich übersehen hätte – wie das Bildpaar „Primadona“ beweist. Ein Bild zeigt ein Eichhörnchen, das etwas Essbares zwischen den Pfoten hält. Daneben hängt ein Bild einer glänzenden Tollkirsche, die in Form und Farbe dem Auge des Eichhörnchens ähnelt.

Jochen Lempert gehört zu den „Dinosauriern“ unter den Fotografen. Er fotografiert analog, seine Abzüge entwickelt er in einer Dunkelkammer – einige wellen sich, andere sind unscharf. Auf manchen sind Staubkörner oder Flusen zu sehen. „So sehr er damit einerseits jenseits der technischen Möglichkeiten der modernen Fotografie steht, so sehr ist er andererseits strengstens der fotografischen ‚Spur‘ verpflichtet“, sagt Kuratorin Inka Schube.

Alle Aufnahmen in der Ausstellung im Sprengel Museum sind Schwarz-Weiß-Abzüge auf Barytpapier, die mit Klebeband direkt auf der Wand fixiert wurden. Keine Rahmen, kein schützendes Glas, keine Hindernisse, die den Blick des Betrachters einschränken. Man sieht, was man sieht!

Die Ausstellung „Jochen Lempert. Honeyguides“ ist ein gemeinsames Projekt des Sprengel Museum Hannover, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover.

Weitere Informationen zur Ausstellung, Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie hier.