Bildende Kunst

Erik van Lieshout – Sündenbock

Der Künstler Erik van Lieshout macht auf humoristisch-satirische Weise auf die politischen Konflikte und gesellschaftlichen Missstände in der Welt aufmerksam: Bis zum 19. November 2017 präsentiert der Kunstverein Hannover mit „Sündenbock“ die bisher umfassendste Ausstellung des Niederländers in Deutschland.

Zu sehen sind sechs Videoinstallationen sowie großformatige Zeichnungen und Collagen. Eine Collage zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump während einer Pressekonferenz. Trump, der in der Vergangenheit immer wieder gesellschaftliche Grenzen und politische Tabus gebrochen hatte, schaut in dieser Szene lächelnd zu Merkel herüber.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht jedoch van Lieshouts neueste Arbeit „G.O.A.T.“ (2017). Den Film entwickelte er auf der Kochi-Muziris Biennale in Indien. Darin beschäftigt sich der Niederländer mit Themen wie künstlerische Freiheit, Zensur und dem Phänomen des Sündenbocks. Der Film sei als provokantes kultursoziologisches Experiment zu verstehen, in dem van Lieshout an die eigenen wie auch gesellschaftlichen Grenzen geht, teilte der Kunstverein Hannover mit.

Auch der Film „Rostock - Rotterdam“ (2006) ist auf diese Weise zu verstehen. Der Film dokumentiert eine Fahrradtour des Künstlers, bei der van Lieshout unter anderem die deutsche Nazi-Vergangenheit anspricht und zum Teil erschreckende Reaktionen aufnimmt.

Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie unter:

http://www.kunstverein-hannover.de/ausstellungen.html

Gefördert wurde diese Ausstellung u.a. von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Hannover.