Bildende Kunst

Danse Macabre: Kooperationsprojekt in Osnabrück

Der Tod – ein springender Kobold? Aber ja. Expressionist Ernst-Ludwig Kirchner malte ihn so. Sein Gemälde „Totentanz der Mary Wigman“ aus dem Jahr 1926 zeigt außerdem eine Gestalt im gelb gestreiften Kostüm. Vermutlich ein Geistlicher, der sich mit Beschwörungen gegen die Pläne des Todes zu wehren scheint. Das Felix-Nussbaum-Haus und das Diözesanmuseum fächern das Motiv des Totentanzes in der Ausstellung „Danse Macabre“ von Mittelalter bis Moderne auf. Ausgangspunkt ist Mary Wigmans Ballett „Totentanz“ (1926), den Ernst-Ludwig Kirchner in Zeichnungen und Gemälden festgehalten hat. Dabei setzt das Felix-Nussbaum-Haus auf starke Kontraste. Gegen Kirchners „Totentanz“ stellt es Felix Nussbaums „Triumph des Todes“. Mit weiteren Variationen des Totentanzes ist die Ausstellung voller trennscharfer Fokussierungen, darunter Walt Disneys „Skeleton Dance“ von 1929. Das Diözesanmuseum präsentiert u.a. zwei besonders seltene Exponate: Ein Trauerkasel aus dem österreichischen Kremsmünster und ein Pluviale aus dem Osnabrücker Museum. Geistliche trugen diese kostbar gewirkten Gewänder zur liturgischen Totenfeier. Die Ausstellung geht von Februar bis Juni 2017 und wird gefördert von der Sparkasse Osnabrück.