Musik

Ein Abend zwischen Orient und Okzident

Weihnachten ist die Zeit des Baumschmückens, des Plätzchenbackens, des Geschenkeauspackens. Es ist die Zeit, um nach Hause zu kommen. Doch: Nicht alle Menschen in Deutschland können das. Viele Flüchtlinge verbrachten letztes Jahr ihr erstes Weihnachten in Deutschland – fernab ihrer Heimat, ihrer Familien und Freunde. Damit diese Menschen das Gefühl bekommen, an der Tradition in Deutschland teilnehmen zu können, haben zwei Chorleiter aus Celle das musikpädagogische Projekt „Neuland“ ins Leben gerufen. Ihre Idee: Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen ergänzen Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium mit Musik aus dem Orient. Dadurch entstand ein Dialog zwischen verschiedenen Kulturen, der sich musikalisch durch große Unterschiede, inhaltlich jedoch durch noch größere Gemeinsamkeiten auszeichnete. Zum Beispiel sind die Liebe zwischen den Menschen und die Sehnsucht nach Frieden in Liedern aller Kulturen zentrale Motive. Ende November 2016 führten die Jugendlichen schließlich ein „Begegnungskonzert zwischen Orient und Okzident“ in der Kirche St. Marien in Celle und in Winsen (Luhe) auf. Gefördert wurde dieses Projekt durch die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkasse Celle.