Hans-Henning-Holm-Preis

Zu Ehren von Hans-Henning Holm, der in den 1950er Jahren für lange Zeit verantwortlicher Hörspielredakteur für niederdeutsche Hörspiele war, vergibt die Niedersächsische Sparkassenstiftung den Hans-Henning-Holm-Preis.

Mit der Vergabe des Preises verdeutlicht die Stiftung ihr Engagement im Bereich des Niederdeutschen. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert und wird alle drei Jahre auf der hochangesehenen Bevensen-Tagung vergeben.

Um den Hans-Henning-Holm-Preis können sich Autoren aus den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein bewerben. Eingereicht werden soll ein maschinengeschriebenes Hörspielmanuskript in niederdeutscher Sprache, das 40 DIN A 4 Seiten, zweizeilig, nicht überschreiten darf. Je Autor darf nur ein Manuskript eingereicht werden, das innerhalb der vergangenen fünf Jahre entstanden sein sollte. Im Falle der Auszeichnung wird das Manuskript zum gegebenen Zeitpunkt als Hörspiel produziert.

Die nächste Auslobung erfolgt im Jahr 2021.

Bisherige Preisträger:

2017: Heinke Hannig

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat die Autorin Heinke Hannig aus Drelsdorf für das Hörspiel „Summernacht“ mit dem Hans-Henning-Holm-Preis 2017 ausgezeichnet.
Das prämierte Hörspiel „Summernacht“ greift das Thema „Flucht aus der Heimat“ in sensibler Art und Weise auf. Ein Erzähler berichtet über die Schicksale von vier Personen, darunter Hauke und sein fünf Jahre alter Sohn, Jesper. Beide sind mit dem Fahrrad in der Gegend ihres Dorfes unterwegs. Hauke trinkt und ist ein Verlierer. Der Sohn ist auf der Suche nach dem Vater. An zerdrückten Bierdosen kann er dessen Spur verfolgen. Außerdem erfahren die Hörer etwas über das Schicksal von Mahmut, einen Flüchtling aus Afghanistan, Martha, einer alten Dame, die aus dem Altenheim ausgebüxt und nun alleine unterwegs ist.

vorherige Preisträger:

  • 2013: Heinke Hannig
  • 2009: Birgit Lemmermann
  • 2005: Ursel Meyer