New York-Stipendium

Das New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ermöglichte einer bildenden Künstlerin bzw. einem bildenden Künstler aus Niedersachsen einen einjährigen Aufenthalt in der US-Metropole.

Eine Ausschreibung für das gemeinsam vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung initiierte New York-Stipendium 2021 erfolgt aktuell nicht.

Das Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die Niedersächsische Sparkassenstiftung erarbeiten derzeit ein neues Förderkonzept für ein Auslandsstipendium junger Künstlerinnen und Künstler aus Niedersachsen.

Die Stipendiaten

2020: Malte Bartsch

Malte Bartsch ist in Braunschweig geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Humangeografie und Ökonomie begann er 2009 sein Studium der Freien Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig bei Bogomir Ecker. 2012 wechselte er an das Institut für Raumexperimente (IFREX) in die Klasse von Olafur Eliasson an die UDK Berlin. Er erlangte dort 2014 den Absolvententitel bei Olafur Eliasson und 2015 den Meisterschülertitel bei Manfred Pernice. Derzeit ist seine Einzelausstellung „Auto Modus 2“ in der Städtischen Galerie Wolfsburg noch bis zum 16. Juni zu sehen.

Bartsch hat für seine Zeit in New York eine konkrete Projektidee: „Meine Werkserie ‚Time Machine‘ besteht aus einer offenen Serie an untereinander kommunizierenden Automaten. Sie sind in Museen, bei Sammlern, in Kunstgalerien als auch an kunstfremden Orten installiert und verhandeln unsere Wahrnehmung zu Zeit, Raum und Interkonnektivität. Mein Ziel ist es in New York drei bis vier weitere ‚Time Machines‘ an Orten, an denen die Zeitwahrnehmung verhandelt wird (z.B. Wall Street), zu installieren und zu dokumentieren.“

2019: Fritjof Mangerich

Gerrit Gohlke (Kunstkritiker und Direktor Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam) begründet als Vertreter der Fachkommission die Auswahl von Matthias Fritjof Mangerich: „Die Jury würdigt mit Fritjof Mangerich einen Künstler, der sich stereotypen Erwartungen und eingängigen Effekten widersetzt und sich mit seiner Kunst stets auf die konkrete Erfahrung bezieht, statt sich an der schnellen medialen Verbreitung seiner Arbeit zu orientieren.
Sein experimentelles Verständnis von Klangkunst geht dabei immer von ganz spezifischen Situationen aus. Klang setzt er als Medium ein, um physische Körper zu untersuchen und nachzubilden. Mit der Beharrlichkeit eines Forschers untersucht er Ereignisse und Räume, um die akustischen Effekte, die er erzeugt, in Beziehung zu architektonischen, sozialen oder – in seinen neueren Arbeitsvorhaben – politischen Kontexten zu setzen.
In Zeiten, in denen Kunst sich häufig an ihrer Eignung zur leichten medialen Verwertbarkeit messen lassen muss, setzt Mangerich Klischees und schnell fasslichen Effekten bildhauerische Beharrlichkeit entgegen. Vom Objekt bis zum akustischen Prozess verlangt seine Kunst dem Publikum Geduld für das Konkrete und Aufmerksamkeit für das Unspektakuläre ab. Es war auch dieses Vertrauen in die Bereitschaft der Betrachter zur Auseinandersetzung, das die Jury hervorheben und ausdrücklich würdigen wollte.“
Zur Website des Stipendiaten: www.fritjofmangerich.com

2018: Samuel Henne

„Samuel Hennes Arbeiten beindrucken durch ihre vielfältigen Materialien. Sie bewegen sich zwischen Fotografie, Skulptur und Installation. Mit dem New York-Stipendium fördern wir den Künstler für ein Jahr in seinem Schaffen“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić.

Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung: „Wir freuen uns, dass Samuel Henne der nächste New York-Stipendiat ist und sind uns sicher, dass ihm der Aufenthalt viele neue Impulse geben wird.“

2017: Lisa Seebach

„Es ist beeindruckend, wie Lisa Seebach aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl und Keramik gitterförmige Strukturen und Skulpturen fertigt und diese in ihren Installationen gekonnt in Szene setzt. Mit dem New York-Stipendium möchten wir diese interessante Künstlerin für ein Jahr in ihrem Schaffen fördern“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Jury- Mitglied Dr. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn) begründet die Auswahl: „Das Faszinierende an den Arbeiten Lisa Seebachs ist, mit welcher Leichtigkeit es der Künstlerin gelingt, Zeichnung und Bildhauerei, Fläche und Raum zu einer fragilen und zugleich sehr ausdrucksstarken Einheit zu verbinden. Ihr New York-Vorhaben erscheint vor dem Hintergrund ihres bisherigen Werks außerordentlich plausibel und wird sicherlich zu einer künstlerischen Weiterentwicklung beitragen.“

vorherige Stipendiaten

  • 2016: Berenice Güttler
  • 2015: Ingo Mittelstaedt
  • 2014: Toulu Hassani
  • 2013: Tobias Dostal
  • 2012: Francisco Javier Montoya Cázarez
  • 2011: Jacqueline Doyen
  • 2010: Claudia Kapp
  • 2009: Künstlerpaar Lotte Lindner und Till Steinbrenner
  • 2008: Bettina Cohnen
  • 2007: Dirk Hennig
  • 2006: Thomas Ganzenmüller