New York-Stipendium

Das New York-Stipendium der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur ermöglicht einer bildenden Künstlerin bzw. einem bildenden Künstler aus Niedersachsen einen einjährigen Aufenthalt in der US-Metropole.

Durch das Stipendium sollen herausragende künstlerische Persönlichkeiten gefördert werden, für die ein Aufenthalt in New York wesentliche Impulse für die weitere künstlerische Entwicklung haben kann.

Der Stipendiat erhält im „International Studio and Curatorial Program“ (ISCP) ein eigenes Atelier. Daneben erhält der New York-Stipendiat eine kostenlose Wohnung sowie einen monatlichen Betrag von 1.100 Euro.

Im Anschluss an den New York-Aufenthalt hat der Stipendiat die Möglichkeit, seine Werke in einer Ausstellung in zwei niedersächsischen Kunstvereinen zu präsentieren, zu der auch ein Katalog herausgegeben wird. Ausstellung und Katalog sind Teil des Stipendiums.

Das Stipendium wird ab 1. Januar 2020 neu vergeben. Über die Vergabe entscheidet eine Fachkommission. 

Bewerberinnen und Bewerber richten ihre Anträge bis zum 15. Januar 2019 an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur.

Weitere Informationen zur Ausschreibung

Die Stipendiaten

2019: Fritjof Mangerich

Gerrit Gohlke (Kunstkritiker und Direktor Brandenburgischer Kunstverein, Potsdam) begründet als Vertreter der Fachkommission die Auswahl von Matthias Fritjof Mangerich: „Die Jury würdigt mit Fritjof Mangerich einen Künstler, der sich stereotypen Erwartungen und eingängigen Effekten widersetzt und sich mit seiner Kunst stets auf die konkrete Erfahrung bezieht, statt sich an der schnellen medialen Verbreitung seiner Arbeit zu orientieren.
Sein experimentelles Verständnis von Klangkunst geht dabei immer von ganz spezifischen Situationen aus. Klang setzt er als Medium ein, um physische Körper zu untersuchen und nachzubilden. Mit der Beharrlichkeit eines Forschers untersucht er Ereignisse und Räume, um die akustischen Effekte, die er erzeugt, in Beziehung zu architektonischen, sozialen oder – in seinen neueren Arbeitsvorhaben – politischen Kontexten zu setzen.
In Zeiten, in denen Kunst sich häufig an ihrer Eignung zur leichten medialen Verwertbarkeit messen lassen muss, setzt Mangerich Klischees und schnell fasslichen Effekten bildhauerische Beharrlichkeit entgegen. Vom Objekt bis zum akustischen Prozess verlangt seine Kunst dem Publikum Geduld für das Konkrete und Aufmerksamkeit für das Unspektakuläre ab. Es war auch dieses Vertrauen in die Bereitschaft der Betrachter zur Auseinandersetzung, das die Jury hervorheben und ausdrücklich würdigen wollte.“

2018: Samuel Henne

„Samuel Hennes Arbeiten beindrucken durch ihre vielfältigen Materialien. Sie bewegen sich zwischen Fotografie, Skulptur und Installation. Mit dem New York-Stipendium fördern wir den Künstler für ein Jahr in seinem Schaffen“, sagt die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajić.

Dr. Sabine Schormann, Direktorin der Niedersächsischen Sparkassenstiftung: „Wir freuen uns, dass Samuel Henne der nächste New York-Stipendiat ist und sind uns sicher, dass ihm der Aufenthalt viele neue Impulse geben wird.“

2017: Lisa Seebach

„Es ist beeindruckend, wie Lisa Seebach aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl und Keramik gitterförmige Strukturen und Skulpturen fertigt und diese in ihren Installationen gekonnt in Szene setzt. Mit dem New York-Stipendium möchten wir diese interessante Künstlerin für ein Jahr in ihrem Schaffen fördern“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

Jury- Mitglied Dr. Stephan Berg (Kunstmuseum Bonn) begründet die Auswahl: „Das Faszinierende an den Arbeiten Lisa Seebachs ist, mit welcher Leichtigkeit es der Künstlerin gelingt, Zeichnung und Bildhauerei, Fläche und Raum zu einer fragilen und zugleich sehr ausdrucksstarken Einheit zu verbinden. Ihr New York-Vorhaben erscheint vor dem Hintergrund ihres bisherigen Werks außerordentlich plausibel und wird sicherlich zu einer künstlerischen Weiterentwicklung beitragen.“

2016: Berenice Güttler

„Berenice Güttler verknüpft in ihren Werken unterschiedliche künstlerische Bereiche von Collage und Skulptur bis hin zu Modedesign. Mit dem New York-Stipendium wird diese Arbeit weiter gefördert“, sagt Gabriele Heinen-Kljajić, Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur.

„Die Vielfalt und der Kult um Textilien in New York lässt sich zurückverfolgen auf die Kunst des Patchwork und der Quilt Pattern, für die New York mit seiner kosmopolitisch-multikulturellen Bevölkerung idealtypisch steht. Nun möchte ich gern tiefer in die Materie eintauchen und meine Arbeit diesen Aspekten direkt und vor Ort aussetzen“, beschreibt Güttler selbst ihre Erwartungen an den Aufenthalt in New York.

vorherige Stipendiaten

  • 2015: Ingo Mittelstaedt
  • 2014: Toulu Hassani
  • 2013: Tobias Dostal
  • 2012: Francisco Javier Montoya Cázarez
  • 2011: Jacqueline Doyen
  • 2010: Claudia Kapp
  • 2009: Künstlerpaar Lotte Lindner und Till Steinbrenner
  • 2008: Bettina Cohnen
  • 2007: Dirk Hennig
  • 2006: Thomas Ganzenmüller