Sprechen Sie Hannöversch?

12. Niedersächsischer Wörterbuchtag

Pressemitteilung vom 9. Februar 2012

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung veranstaltete am 09.02.2012 gemeinsam mit der Arbeitsstelle Niedersächsisches Wörterbuch des Instituts für Historische Landforschung der Georg-August-Universität zu Göttingen den 12. Regionaltag des Niedersächsischen Wörterbuches im Sparkassenforum am Schiffgraben.

Das Niedersächsische Wörterbuch und die Tätigkeiten der gleichnamigen Arbeitsstelle standen bei der Tagung im Mittelpunkt. Das Niedersächsische Wörterbuch ist ein alphabetisch geordnetes Nachschlagewerk, das die gesprochenen Dialekte in Niedersachsen und Bremen dokumentiert. Die Vortragsveranstaltung gab Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. 

Michael Heinrich Schormann, stellvertretender Geschäftsführer der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, betonte: „Niedersachsens Sprachkultur ist sehr lebendig und verändert sich von Tag zu Tag. Das Niedersächsische Wörterbuch ist eine einzigartige Dokumentation dieser Veränderungen.“

Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Stellmacher, Leiter der Arbeitsstelle, machte die Einzigartigkeit der unterschiedlichen Dialekte anhand des Hannöverschen deutlich: „Das Hannöversch als Stadt- und Landsprache ist eine kulturelle Besonderheit der Region. Nur hier wird gekrökelt, wenn man über Tischfußball spricht.“

Alle zwei Jahre informieren Vertreter der Arbeitsstelle Niedersächsisches Wörterbuch des Instituts für Historische Landesforschung der Georg-August-Universität zu Göttingen in einer öffentlichen Tagung über die aktuellen Entwicklungen

Die Niedersächsische Sparkassenstiftung unterstützte die Vortragsveranstaltung, da sie sich seit ihrer Gründung für den Erhalt der Niederdeutschen Sprache einsetzt. Dafür ist der Landesentscheid des Plattdeutschen Lesewettbewerbs ein Beispiel, genauso wie die Herausgabe von regionalen Wörterbüchern.