»Schwärme« in Goetheschule

Schüler komponieren Tanz-Musik-Performance mit Künstlern

Pressemitteilung vom 28. Dezember 2010

Im Rahmen des Projektes »Zeitgenössische Musik in der Schule« der Niedersächsischen Sparkassenstiftung besuchen die Tänzerin Gudrun Soujon und der Musiker Willem Schulz eine 5. Klasse der Goetheschule Hannover. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern und der Fachlehrerin Christiane Eichler wird das Künstler-Duo im Musikunterricht zum Thema »Schwärme« eine Tanz-Musik-Performance erarbeiten. Insgesamt finden im Januar bis Februar 2011 vier mehrstündige Treffen für das Projekt statt. Am 16. Februar 2011 präsentiert die Klasse ihre eigene Performance innerhalb der Schule.

Zum Inhalt des Projektes: Das Thema »Schwärme« wird über zahlreiche Möglichkeiten bearbeitet: Sammlungen von Klangmaterial mit Stimme, Körper oder einfachen bzw. selbst gebauten Instrumenten, Bewegungs- und Orientierungsübungen, Lautimitationen, Reaktionsspiele oder musikalische Feldstrukturen und deren Dynamisierung bieten Formverläufe in spontaner und rasanter Interaktion mit fliegendem Wechsel. Daraus entwickelt die Klasse eine strukturierte Komposition aus musikalischen und choreografischen Spannungsbögen.

Willem Schulz ist freischaffender Komponist und Musiker (Cello), dessen Schwerpunkte in der spartenübergreifenden und ganzheitlichen Aktionskunst der Neuen Musik liegen. Als Solist und Mitglied verschiedener Gruppen ist er im In- und Ausland vertreten. Ebenfalls übernahm er die Leitung der »arche nova« und der »Diagonale Bielefeld«. Als Dozent arbeitete er u. a. an der Laborschule Bielefeld, Universität Hildesheim und Universität Bielefeld. 2001 erhielt Willem Schulz den Kulturpreis des Landschaftsverbandes Osnabrück und ist seit 2003 Vorsitzender der Cooperativa Neue Musik Bielfeld.

Gudrun Soujon (Tanz/Choreografie) experimentiert mit Musikern, um Klang- und Bewegungswelten auszugestalten und zu erweitern. Der Dialog mit verschiedenen Künstlern unterschiedlicher Genres bildet ihren künstlerischen Schwerpunkt. Sie erarbeitet öffentliche Bühnenstücke mit Schulklassen unterschiedlicher Altersstufen. Das Stück »Pöh!!!« an der Wirlschool in Bremen erhielt 2006 einen Förderpreis. Gudrun Soujon und Willem Schulz arbeiten seit vielen Jahren in diversen Projekten zusammen.

In diesem Schuljahr führt die Niedersächsische Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium das Projekt »Zeitgenössische Musik in der Schule« zum vierten Mal durch. Musiker, Komponisten und Ensembles werden den Musikunterricht besuchen und gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 5. bis 13. Klasse Themen der zeitgenössischen Musik erarbeiten. Die insgesamt elf Projektthemen sind vielseitig angelegt und reichen dieses Mal von musikalischer Land Art, Raumkompositionen und vom Komponieren nach einer Bildbetrachtung bis hin zum zeitgenössischen Jazz. Dabei stehen vor allem die Praxis, das Musik-Erfinden und Experimentieren mit Klängen und Instrumenten im Mittelpunkt. Über diesen direkten Zugang werden auch Schüler angesprochen, die vorher noch kein Instrument gespielt haben.

19 niedersächsische Schulen, darunter zwei Förder-, eine Real-, eine Waldorf- und zwei Gesamtschulen, haben 10 ausgewählte Künstler und Künstlergruppen wie das Ensemble L’Art pour L’Art, Stephan Meier, Prof. Ulrike Volkhardt und die Band schultzing zu Gast.

»Die Förderung der Neuen Musik als einer lebendigen, experimentellen Kunst liegt uns besonders am Herzen. Das Projekt >Zeitgenössische Musik in der Schule< ermöglicht den Jugendlichen nicht nur den Zugang zur Musik, sondern auch die Begegnung mit der eigenen Kreativität; im Zeitalter der Neuen Medien kommt dies häufig zu kurz.«, so Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Das Projekt »Zeitgenössische Musik in der Schule« wird unterstützt von dem Landesverband Niedersachsen des VDS und von Musik 21 Niedersachsen.