Niedersächsische Sparkassenstiftung zeichnet Residenzmuseum im Celler Schloss für seine lebendige Präsentation der Geschichte des Königreiches Hannover aus

Pressemitteilung vom 18. Januar 2010

Das Residenzmuseum im Celler Schloss erhält im Rahmen des Museumspreises der Niedersächsischen Sparkassenstiftung 2009 einen Preis für seine lebendige Präsentation der Geschichte des Königreiches Hannover. Der Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen, in diesem Jahr zum neunten Mal. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte heute Axel Lohöfener,Vorsitzender des Vorstandes der Sparkasse Celle, den Preis an den Leiter der Celler Museen, Dr. Jochen Meiners, sowie die Leiterin des Residenzmuseums, Juliane Schmieglitz-Otten. Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende sprach anlässlich der Preisverleihung ein Grußwort.
 
„Das Residenzmuseum im Celler Schloss stärkt das Identifikationsgefühl der Menschen zu ihrer Region mithilfe innovativer Vermittlungsmethoden und ist außerdem ein Beispiel für ein richtungsweisendes Trägermodell. Unsere Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, derart zukunftsorientierte Museen zu unterstützen“, so Thomas Mang, Präsident derNiedersächsischen Sparkassenstiftung.
 
Herr Dr. Martin Eberle, Stiftungsdirektor der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha, argumentierte in seiner Laudatio:„An einem authentischen Ort ist es im Celler Residenzschloss gelungen, ein Museum einzurichten, das sich zu einem neuen landesgeschichtlichen Zentrum innerhalb Niedersachsens etabliert hat. Das Residenzmuseum erhält deshalb einen Preis für die lebendige Präsentation der Geschichte des Königreichs Hannover.“
 
Bereits im 25. Jahr engagiert sich die Niedersächsische Sparkassenstiftung dafür, die Qualität und Vielfalt der niedersächsischen Museumslandschaft zu fördern. Dabei versteht sie sich nicht nur als Geldgeberin, sondern als kompetente Partnerin der Museen, die den Entwicklungsprozess aktiv begleitet. Die Stiftung unterstützt insbesondere die Erweiterung von Dauerausstellungen durch den Ankauf einzelner Exponate, die Um- und Neugestaltung von Museen sowie die Realisierung von Sonderausstellungen. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und dem Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. führt die Stiftung die Museumsregistrierung durch, deren Ziel es ist, zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen.
 
Den mit 20.000 Euro dotierten Museumspreis 2009 der Niedersächsischen Sparkassenstiftung erhält das Dokumentationszentrum in der Gedenkstätte Bergen-Belsen.Die Städtische Galerie Wolfsburg wird mit einem 12.500 Euro dotierten Preis für die Entwicklung und Wahrung eines starken Museumsprofils ausgezeichnet.
 
  
Der Jury des Museumspreises gehören an:
 
Dr. Martin Eberle
Stiftung Schloss Friedenstein Gotha
Eske Nannen
Kunsthalle in Emden
Prof. Dr. Ewald Gäßler (Vorsitzender), Museumsverband für Niedersachsen
und Bremen e.V.
Isabel Pfeiffer-Poensgen                   
Kulturstiftung der Länder                           
Prof. Dr. Reinhard Roseneck
ZisterzienserMuseum Kloster Walkenried
Dr. Sabine Schormann
Niedersächsische Sparkassenstiftung
 
Die bisherigen Preisträger
 
Mit dem Museumspreis zeichnet die Niedersächsische Sparkassenstiftung alle zwei Jahre Museen im Land aus, die Vorbildliches auf dem Feld der Museumsarbeit geleistet haben und mit ihrer Arbeit anderen Einrichtungen als beispielhaft vorgestellt werden können.
 
Der Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung wird 2009 zum neunten Mal vergeben.
 
2007
Ostfriesische Landesmuseum in Emden – Museumspreisfür seine ganzheitliche Arbeit in allen Kernbereichen musealen Handelns
Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg – Preis für innovative Gestaltung
Eulenburg Museum Rinteln Preis für ehrenamtliche Führung
 
2005
Schlossmuseum Jever – Museumspreis für vorbildliche und kontinuierliche Weiterentwicklung des Museums in allen Feldern des musealen Handelns
Museum im Schloss Bad Pyrmont – Preis für stringentes, attraktives Sonderausstellungsprogramm
Till Eulenspiegel-Museum – Preis für erfolgreich umgestaltete Dauerausstellung und überzeugende museumspädagogische Arbeit
 
2003
Horst-Janssen-Museum Oldenburg – Museumspreis für ganzheitlich überzeugende Arbeit
Museum am Schölerberg – Preis für überzeugende ökologische Vermittlungsarbeit und Museumspädagogik
Museumsverbund Ostfriesland – Preis für das Projekt M.O.I.N. zur einheitlichen Erfassung und Dokumentation von Sammlungsbeständen
  
2001
Kunsthalle in Emden Stiftung Henri und Eske Nannen und Schenkung Otto van de Loo – Museumspreis für die ausgezeichnete Sammlung der Kunst des 20. Jahrhunderts, gründliche wissenschaftliche Arbeit und breites museumspädagogisches Angebot
Stadtmuseum Schloss Wolfsburg – Preis für stringentes Sammlungs- und Ausstellungskonzept
Industrie Museum Lohne – Belobigung für das Sammlungs- und Ausstellungskonzept
Goslarer Zinnfiguren-Museum – Förderpreis für ein ehrenamtlich geführtes Museum
Museumshof Winsen (Aller) – Belobigung für ein ehrenamtlich geführtes Museum
 
1998
Tuchmacher-Museum in Bramsche – Museumspreis für ein Fachmuseum mit sorgfältig ausgearbeitetem und umgesetztem Museumskonzept
 
1996
Mönchehaus Museum für moderne Kunst Goslar – Museumspreis für ein Kunstmuseum, das stark zum Verständnis bildender Kunst in einer kleineren Stadt beiträgt
 
1994
Zusammenschluss der Museen des Landkreises Gifhorn – Museumspreis für vier kulturgeschichtliche Museen, die durch den Zusammenschluss sowohl Rationalisierungseffekte als auch eine Qualitätssteigerung erreicht haben
 
1992
Museum am Kiekeberg – Museumspreis für lebendige und authentische Vermittlung ländlicher Kultur