Niederdeutsch
Quickborn-Preis
Der Preis wird alle zwei Jahre von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der »Quickborn Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur e.V.« in Hamburg vergeben. Er zeichnet »besondere Leistungen auf dem Gebiet der niederdeutschen Sprache, Literatur oder volkskundlichen Forschung« aus. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert.
Die Niedersächsische Sparkassenstiftung unterstützt seit Jahren die Landeswettbewerbe des Plattdeutschen Lesewettbewerbes, gibt niederdeutsche Bücher heraus und vergibt den Hans-Henning-Holm-Preis. Aus diesem Grunde hat die Stiftung den Preis erstmals im Jahr 2006 übernommen.
Bisherige Preisträger:
2010: Dr. Heike Müns
Heike Müns stammt aus Bad Doberan. Nach dem Studium der Germanistik und Musikwissenschaft in Rostock und erfolgreichem Staatsexamen arbeitete sie zunächst bis 1977 im Rostocker Schuldienst. Während ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften (AdW) in Berlin, promovierte Müns im Fach Volkskunde und war bis 1991 wissenschaftliche Mitarbeiterin der AdW im Wossidlo-Archiv (Institut für Volkskunde) in Rostock. Von 1992 bis zu ihrer Pensionierung arbeitete Heike Müns als wissenschaftliche Mitarbeiterin am »Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa« und als Lehrbeauftragte an der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg.
Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind die Lied- und Brauchforschung, die Alltagskultur der Deutschen im östlichen Europa und Wissenschaftsgeschichte.
Heike Müns hat sich mit zahlreichen Aufsätzen und Publikationen wie »Dat du mien Leevsten büst«, »Niederdeutsches Liederbuch – volkstümliche Lieder aus fünf Jahrhunderten« oder mit dem Handbuch »Von Brautkrone bis Erntekranz – Jahres- und Lebensbräuche in Mecklenburg-Vorpommern« als hervorragende Expertin und Forscherin ausgewiesen.
2008: Prof. Dr. Jürgen Meier
Prof. Dr. Jürgen Meier stammt aus der Freien Hansestadt Bremen und arbeitete bis zu seiner Pensionierung als Professor am Germanistischen Seminar der Universität Hamburg im Bereich Niederdeutsch.
Unter seiner Leitung und Mitarbeit gelang es, das »Hamburgische Wörterbuch«, bereits im Jahre 1917 von Agathe Lasch begonnen und über die Jahrzehnte von verschiedenen Wissenschaftlern weitergeführt, im Jahre 2006 abzuschließen und zu edieren.
In Zusammenarbeit mit dem Autor Günter Harte und dem Hamburger Abendblatt glückte es viele Leser an den Arbeiten zum Wörterbuch zu beteiligen und ausführlich Feldforschung zu betreiben. Die Reihe »Kannst du mi dat vertellen?« wurde zum Markenzeichen für Plattdeutsch in Hamburg.
Insbesondere während seiner Lehrtätigkeit an der Universität aber auch darüber hinaus gelang es Prof. Meier bei vielen jungen Menschen das Interesse an Niederdeutsch zu wecken. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten regte er an und betreute sie. Über viele Jahre war Meier Mitglied der Redaktion der Zeitschrift »Quickborn« und bestimmte deren Erscheinungsbild maßgeblich mit.
2006: Volker Holm
Volker Holm wurde in Schleswig geboren und arbeitet in Teilzeit als Studiendirektor und Orientierungsstufenkoordinator am Gymnasium Stormarnschule in Ahrensburg.
Volker Holm ist seit langer Zeit für die niederdeutsche Sprache aktiv. Bereits 1994 gründete er im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein das »Zentrum für Niederdeutsch« im Landesteil Holstein mit Sitz in Ratzeburg, das er aufbaute und heute leitet. Ausgezeichnet wird Holm nun mit dem Quickborn-Preis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung für die Konzeption und Betreuung des Internetauftrittes »Plattnet«. Ein Dienst, der fast alle aktuellen niederdeutschen Aktivitäten zusammen führt. Hier informiert Holm über alles, was sich in »Niederdeutschland« und der Welt an plattdeutschen Veranstaltungen und Aktionen, an Ideen und Besonderheiten auf den verschiedensten Gebieten tut.
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Dr. Heike Müns
Prof. Dr. Jürgen Meier
Volker Holm

