Sprengel-Preis für Bildende Kunst der Niedersächsischen Sparkassenstiftung

Die Preisträger

Preisträger 2010: Kalin Lindena

Kalin Lindena, geb. 1977 in Hannover, erhält den Sprengel-Preis 2010. Die Künstlerin studierte von 1997 bis 2004 bei Walter Dahn an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und verbindet in ihren Installationen Malerei, Film, Schauspielerei und Skulptur zu bühnenartigen Situationen. Dabei arbeitet sie mit unterschiedlichen Techniken und Materialien wie Glas, Collagen oder filigranen Buntstiftzeichnungen. Fasziniert von der Idee des Gesamtkunstwerkes folgt Lindena in ihrem prozesshaft entwickelten Werk dem Ideal gleichberechtigten Schaffens in allen künstlerischen Disziplinen.

Preisträger 2007: Antje Schiffers

Antje Schiffers, geb. 1967, erhält den Sprengel-Preis 2007. Schiffers studierte an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und beendete ihr Studium als Meisterschülerin bei Walter Dahn. Schiffers ist in ihren Arbeiten auf der Suche nach kulturellen Erscheinungsformen. Sie erprobt und erfindet Methoden, die sie in zahlreichen Ausstellungen und Büchern präsentiert, um sie für den Betrachter erfahrbar zu machen. Das Gespräch mit Menschen vor Ort, also der kulturelle Austausch, steht dabei für Schiffers im Mittelpunkt.

Preisträger 2005: Stefan Mauck

Stefan Mauck 2005

Die Jury des Sprengel-Preises 2005 würdigt mit ihrer Wahl den Künstler Stefan Mauck, geboren 1973 in Stade, der 1994 bis 2000 bei Johannes Brus an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig studierte. Mauck beschäftigt sich in seinem Werk mit der Behausung als Urbedürfnis des Menschen. Dabei bezieht er sich in seinen Fotografien, Textarbeiten und Reliefs auf die Vorstellung des Hauses als Schnittstelle zwischen Öffentlichem und Privatem.

Preisträger 2003: Ingo Günther

Ingo Günther_Hannover_2003

Die Jury würdigt mit der Wahl im Jahr 2003 einen Künstler, der 1957 geboren, in Frankfurt / Main und Düsseldorf studierte. Heute, nach einem interessanten, immer neu definierten Werklauf in unterschiedlichen künstlerischen Medien, lebt der Künstler in New York und arbeitet weltweit vor allem in Asien, Europa und den USA.
Seit Ende der 1980er Jahre hat Ingo Günther mit Konzepten wie seinem Projekt »Refugee Republic«, seinen Globen (»World Processor«) und seinen Flaggen (»Anti-Feyerabend [For Paul Feyerabend]«) von sich Reden gemacht.

Preisträger 2001: Bjorn Melhus

Astronaut, Melhus

Der Preisträger aus dem Jahr 2001 ist der Filmkünstler Bjorn Melhus. Er tritt selbst, stets in völlig veränderter Version in seinen satirischen Film- und Videoexperimenten auf, stets ein komischer Blick auf unsere Filmwirklichkeit.

 

Preisträger 1999: Thomas Kapielski

Kapielski

Eine ebenfalls aberwitzige Figur ist der Preisträger von 1999, Thomas Kapielski. Mit philosophischer Argumentation beobachtet er in Wort, Schrift und Bild seinen und unseren Alltag.

 

Preisträger 1997: Andreas Schulze

Andreas Schulze

1997 hieß der Preisträger Andreas Schulze. Der Maler irritiert mit konstruktiver Malerei, aus der er plötzlich Witz schlägt -- manchmal bewusst hin bis zu dem, was wir als »Kitsch« zu beargwöhnen pflegen.

 

Preisträger 1995: Andreas Slominski

Andreas Slominski

Andreas Slominski, der 1995 den Preis erhielt, macht in einem Teil seiner Arbeit das uns unmöglich Erscheinende möglich und erklärt ansonsten Sammlungen von Fallen oder von nachgebauten Windmühlen zur Kunst.

 


Preisträger 1994: Ludger Gerdes

Ludger Gerdes

Ludger Gerdes, Preisträger 1994, malt vielgestaltige Bilder in der Nachfolge seines Lehrers Gerhard Richter, macht andererseits aber auch riesige plastische Gestaltungen an öffentlichen Orten.

 

Preisträger 1993: Ricardo Saro

Ricardo Saro

1993 erhielt Ricardo Saro den Preis, ein Farbmaler aus der Nähe von Hannover, der mit einer Konsequenz sondergleichen Bild für Bild einer Farbe, die zunächst monochrom zu sein scheint, zu kaum gesehener Vielfalt verhilft.

 

Preisträger 1992: Hermann Pitz

Hermann Pitz

Hermann Pitz, wie alle Preisträger mit dem Lande Niedersachsen durch Geburt, frühere Prägung oder durch Wohnsitz verbunden, war 1992 der Preisträger. Er macht hauptsächlich mit kombinierten Fundstücken gelebten Lebens rätselhaft poetische Environments, die es aber durchaus zu entschlüsseln gilt.

 

Preisträger 1991: Andrea Ostermeyer

Ostermeier

Mit Andrea Ostermeyer erhielt den Preis 1991 eine Künstlerin, die mit ungewöhnlichen Materialien bewusst befremdliche Skulpturen zur Diskussion stellt.



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Bildnachweis:
Kalin Lindena, »Statist: Skapade (nur hier)«, 2008, Fahrradreifen, Holz, verschiedene Stoffe, 225 x 60 x 60 cm, Photo: Simon Vogel, Courtesy: Galerie Christian Nagel, Köln/Berlin
Thomas Sprenger, Oppenberg, Steiermark (2007) © Antje Schiffers
Stefan Mauck, Vereinshaus 1, 2005, Sperrholzrelief, Farbe, 55 x 140 x 18 cm, © Stefan Mauck, 2005
Ingo Günther, Hannover Welt © Ingo Günther
Bjorn Melhus, Silvercity, 1999, Installation, © VG Bild-Kunst, Bonn 2004
Thomas Kapielski, Avantgarde, 1997, Objekt/Foto, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Andreas Schulze, Gesicht, 1997, Siebdruck
Andreas Slominski, Gurkensteinmühle, 1996, Kunststoff, Holz
Ludger Gerdes, Ohne Titel 1993/94 (Ausschnitt), © VG Bild-Kunst, Bonn 2004
Ricardo Saro, Ohne Titel, 1994, Öl, Acryl auf Bütten
Hermann Pitz, Erotique, 1984, © VG Bild-Kunst, Bonn 2004
Andrea Ostermeyer, Ohne Titel, 1990, Robbelit, Wachs, © VG Bild-Kunst, Bonn 2004