Sammlungen

Kurt Schwitters-Sammlung der NORD/LB

Manchmal sind Werke bedeutender Künstler, die sich schon lange im Museum befinden, plötzlich dadurch gefährdet, dass sich Besitzverhältnisse etwa von Leihgebern ändern. Dies drohte vor einigen Jahren mit 39 Werken von Kurt Schwitters zu geschehen, die damals schon im Sprengel Museum Hannover zu sehen waren, Dauerleihgaben aus dem Besitz des inzwischen verstorbenen Sohnes Ernst Schwitters.

So erwarb die Niedersächsische Sparkassenstiftung diese Bilder und skulpturalen Werke mit Hilfe einer 12 Millionen DM-Spende, denn die Stadt Hannover, die ein Vorkaufsrecht besaß, sah sich finanziell zu dieser Übernahme nicht imstande.

Nur durch diese Aktion wurden die Arbeiten nicht durch den Kunsthandel auseinander gerissen und können weiterhin im Sprengel Museum Hannover gezeigt werden. Es handelt sich immerhin um das umfangreichste Konvolut von Werken Kurt Schwitters' außer dem im New Yorker Museum of Modern Art. Und so blieb Schwitters' Heimatstadt dieser Anziehungspunkt der klassischen Moderne erhalten, beispielsweise das berühmte »Merzbild Einunddreißig«, eine der größten Collagen, und eine frühe aus dem Jahr 1920.

Bildnachweis:
Kurt Schwitters, Merzbild Einunddreissig, 1920, Collage, bemalt © VG Bild-Kunst, Bonn 2004